Mountainbike
Foto: Ghost Team

Mountainbike Weltcup: Strahlende Gesichter bei GHOST Factory Racing.

Es dauerte schon eine ganze Weile, bis Johanna Techt ihr Lächeln wieder gefunden hatte, denn so recht wollte sie sich mit dem dritten Platz im Mountainbike U19-Rennen am Samstagnachmittag bei glühender Hitze nicht anfreunden. Erst spätnachmittags realisierte die beste deutsche Mountainbike Jugendfahrerin, welche Klasseleistung sie nach dramatischem Beginn mit Sturz in der ersten von drei Runden beim ersten Mountainbike Weltcup des Jahres vollbracht hatte. Am Anfang der letzten Runde schien sie sich ihrer Benommenheit entledigt zu haben und war auf zehn Sekunden auf die Schweizerin Jolanda Neff aufgefahren. Gegen Ende musste sie ihrem Anfangsmalheur Tribut zollen und auch noch die zweite Schweizerin, Linda Indergand auf dem Mountainbike an sich vorbeiziehen lassen.

Bei Mona Eiberweiser ist endlich der Knoten geplatzt. Mit Platz vier knapp am Podest der Mountainbike U23-Konkurrenz vorbeigeschrammt, notierte sie den Ausdruck ihrer Freude übers gelungene Comeback auf der internationalen Mountainbike Bühne auf ihrer facebook-Seite als zufrieden, glücklich und völlig kaputt. Mit dem Wissen, dass Mona schon am Start durch einen Sturz vor ihr liegender Fahrerinnen aufgehalten wurde und an letzter Position in dieses Mountainbike Rennen ging, ist diese Platzierung umso bemerkenswerter. Dass die Schweizer zu den besten des Mountainbike Handwerks gehören, ist bekannt. Dass allerdings Katrin Leumann sich mit Rang acht im Endklassement des Eliterennens der Mountainbike Frauen in der Weltspitze zurückgemeldet hat und damit auch die beste Eidgenossin war, erklärt sie zum einen mit der für sie ungewohnten 4. Startreihe und Startnummer 30 und zum Zweiten, dass es ihren medizinischen Betreuern gelungen war, ihr Beckenproblem in der Woche nach Dalby Forest in den Griff zu kriegen.

Ihre Aufholjagd und ihr Biss, mit dem sie sich Runde für Runde auf dem Mountainbike nach vorne arbeitete, waren vom Feinsten. Eingangs der letzten Runde noch auf Rang zwölf liegend, sammelte sie die drei Mountainbike Fahrerinnen vor ihr allesamt im letzten steilen Anstieg rund 1km vor dem Ziel ein. Dass „Gut Ding Weile braucht“, galt auch für Anja Gradl, die sich gleich zu Beginn unter den Top 20 aufhielt und damit zeigte, dass sie sich nicht verstecken würde. Mit ihrem 24. Platz hat sie nach ihrer Serie von Stürzen und Unfällen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und viel Selbstvertrauen für die deutschen Mountainbike Meisterschaften am Wochenende in Albstadt getankt.

 

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